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Knieprobleme beim Pferd: Ursachen, Anzeichen und worauf Pferdebesitzer achten sollten

Knieprobleme kommen bei Pferden häufiger vor, als man denkt. Besonders in der Wachstumsphase, aber auch im Alter, kann es zu Beschwerden kommen, die sich auf die Beweglichkeit und das Wohlbefinden des Pferdes auswirken. In diesem Beitrag erfährst du, woran man Knieprobleme erkennt, welche Ursachen dahinterstecken und warum frühzeitiges Handeln so wichtig ist.


Woran erkennst du Knieprobleme bei deinem Pferd?

Bei Jungpferden zeigen sich Knieprobleme oft in der Wachstumsphase – einer Zeit, die nicht nur für dein Pferd, sondern auch für dich emotional herausfordernd sein kann.
Vielleicht knickt dein Jungpferd plötzlich weg oder wirkt unsicher in der Bewegung. Du spürst sofort: „Da stimmt etwas nicht.“
Zum Glück verschwinden diese Symptome oft wieder, wenn das Wachstum abgeschlossen ist.


Warum Training in der Wachstumsphase heikel sein kann

Zu frühes oder zu intensives Training kann die noch unreifen Strukturen überlasten und langfristige Schäden verursachen. Auch die Hufstellung spielt in jungen Jahren eine entscheidende Rolle:
Fehlstellungen oder zu wenig Bewegung auf festem Untergrund führen dazu, dass Sehnen und Bänder nicht ausreichend Reize erhalten und sich nicht richtig entwickeln.

Regelmäßige Hufbearbeitung, korrektive Maßnahmen und eine passende Haltung mit ausgewogener Fütterung und viel maßvoller Bewegung unterstützen ein gesundes Wachstum.


Knieprobleme bei älteren Pferden: Diese Symptome solltest du ernst nehmen

Bei älteren Pferden sind die Zeichen meist viel subtiler.
Vielleicht fällt dir auf, dass dein Pferd steifer läuft, das Knie weniger beugt oder beim Rückwärtsrichten zögert. Beim Hufegeben merkst du vielleicht einen Moment der Unsicherheit und fragst dich:
„Ist das einfach Tagesform – oder will mir mein Pferd etwas sagen?“


Patellafixation – wenn das Knie blockiert

In schweren Fällen kann es zu einer vorübergehenden Blockade kommen, der sogenannten Patellafixation.
Dabei bleibt das Knie in Streckstellung „hängen“, das Pferd kann es nicht beugen und zieht das betroffene Hinterbein steif hinter sich her. Das ist für das Pferd schmerzhaft und muss untersucht werden.

Gelenkgeräusche als Warnsignal

Wenn das Knie blockiert und dein Pferd in Streckstellung weiterläuft, erschrickst du wahrscheinlich im ersten Moment – und das ist völlig normal. Auch Geräusche wie Knacken, Knirschen oder ein deutliches „Plopp“ lassen dein Bauchgefühl sofort Alarm schlagen. Das sind Signale, die du ernst nehmen solltest.


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Was passiert im Körper deines Pferdes? (Biomechanisch verständlich)

Die Rolle der Oberschenkelmuskulatur
Die Muskeln rund um das Knie arbeiten wie ein Team. Wenn dieses Team schwach oder aus dem Gleichgewicht geraten ist, verliert dein Pferd Stabilität und Sicherheit.
Du siehst das an der Bewegung – aber du spürst es auch in seiner Ausstrahlung.


Warum Verspannungen so kritisch sind

Verspannungen im Quadrizeps können verhindern, dass die Kniescheibe frei gleitet.
Für dein Pferd fühlt sich jeder Schritt dann schwerer, unsicherer und manchmal sogar schmerzhaft an.
Wenn es kaum noch vorwärts kann, merkst du seinem Blick oft an, wie sehr es unter der Situation leidet.

Wie ein Therapeut helfen kann

Ein erfahrener Pferdetherapeut kann Verspannungen lösen, Beweglichkeit zurückbringen und deinem Pferd wieder ein sicheres Gefühl in seiner Bewegung schenken.
Für viele Pferde – und ihre Besitzer – ist das eine riesige Erleichterung.

Die Oberschenkelmuskulatur deines Pferdes – insbesondere der M. quadriceps femoris – hat einen direkten Einfluss auf die Stellung und Beweglichkeit der Kniescheibe. Der Quadriceps ist über seine kräftige Sehne fest mit der Patella verbunden und steuert das Ein- und Ausrasten im patellaren Haltemechanismus. Wenn dein Pferd im Hinterbein wegknickt, liegt die Ursache häufig in einer Insuffizienz oder Hypertonie dieser Muskelgruppen. Besonders ein verspannter Quadriceps kann das physiologische Gleiten der Patella im Rollkamm des Oberschenkelknochens deutlich beeinträchtigen.


Ein Pferdetherapeut (Physiotherapie, Osteopathie, Chiropraktik) kann gezielt die betroffenen Muskelanteile, Faszien Strukturen und umliegenden Gewebe behandeln. Dadurch verbessern sich die Muskelbalance, die Gleitfähigkeit der Patella und die Stabilität im Kniegelenk, was deinem Pferd wieder einen sichereren Bewegungsablauf ermöglicht.

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Wenn Nerven Knieprobleme auslösen

Die Rolle der Lendenmuskulatur

Durch die tiefe Lendenmuskulatur verläuft der Nerv, der den Quadrizeps steuert.
Sind diese Muskeln verspannt, wird der Nerv eingeengt – ähnlich wie ein eingeklemmter Nerv beim Menschen.

Was das für dein Pferd bedeutet

Der Muskel bekommt weniger Information vom Nervensystem, verliert Kraft und das Knie wird instabil.
Du spürst in solchen Momenten oft ganz intuitiv, dass dein Pferd Unterstützung braucht.
Verlass dich auf dieses Gefühl – es ist wichtig.


Was du tun kannst, um deinem Pferd zu helfen

Muskelaufbau & gezieltes Training

Durch gezieltes Training kannst du die Muskulatur rund um das Knie stärken und deinem Pferd das Gefühl von Sicherheit zurückgeben.
Es ist wunderschön, wenn ein Pferd dadurch wieder mutiger und freier läuft.


Therapeutische Unterstützung

Ein Therapeut erkennt früh, ob dein Pferd beginnt zu kompensieren – bevor sich ungesunde Bewegungsmuster festsetzen. So kannst du rechtzeitig gegensteuern.


Stangenarbeit

Stangenarbeit kann dein Pferd unterstützen, das Knie bewusst zu beugen und harmonischer zu bewegen.
Viele Pferde wirken danach regelrecht erleichtert.

Balance- & Koordinationstraining

Mit Balance Pads, Wippen oder unterschiedlichen Untergründen verbesserst du das Körpergefühl deines Pferdes. Es gewinnt an Stabilität, Kraft und Selbstvertrauen.


Die häufigsten Fehler bei Knieproblemen (damit du sie vermeiden kannst)

Diagnosefehler

Manchmal wird zu schnell etwas behauptet – etwa „lange Kniebänder“ – ohne bildgebende Diagnostik.
Das schafft Unsicherheit und führt leider häufig in die falsche Richtung.

Behandlungsfehler

Schmerzmittel oder Cortison lindern Symptome, aber sie lösen das Problem nicht.
Du verdienst eine klare Diagnose – und dein Pferd eine Behandlung, die wirklich an der Ursache ansetzt.

Trainingsfehler

  • Aus Unsicherheit einfach weiterzureiten, kann deinem Pferd schaden.
    Manchmal braucht dein Pferd zuerst Ruhe, Stabilität und gezieltes Reha-Training, bevor Belastung wieder Sinn macht.

    Innehalten heißt nicht aufgeben – es heißt Verantwortung übernehmen.

Vermutest du Knieprobleme bei deinem Pferd?

Oder liegt schon eine Diagnose vor und du weißt nicht, wie du weitermachen sollst?

Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Ich begleite dich – fachlich, klar und mit ganz viel Gefühl für dich und dein Pferd.


So unterstütze ich euch beide:

Analyse & Klarheit

Ich schaue mir dein Pferd ganz genau an: Haltung, Bewegung, Ausdruck.
Eine Exterieur- und Ganganalyse gibt dir Sicherheit und ein besseres Verständnis dafür, was dein Pferd dir zeigt.

Begleitung in der Diagnostik

Ich begleite dich gern zu Terminen in Klinik oder Tierarztpraxis (in Hamburg & Schleswig-Holstein).
Ich übersetze Fachbegriffe, stelle Rückfragen für dich und halte alles in einem Protokoll fest – damit nichts verloren geht.

Reha & Therapie

Auf Basis der tierärztlichen Diagnose erstelle ich ein individuelles Reha-Programm für dein Pferd.
Mit manueller Therapie, Bewegungstherapie und gezielten Trainingsschritten bekommt dein Pferd die Unterstützung, die es wirklich braucht.

Ganzheitliche Unterstützung

Ich begleite euch durch die gesamte Reha bis hin zum strukturierten Aufbautraining.
Auch die Hufsituation schaue ich mir an und gebe dir Empfehlungen für Hufexperten, denen ich vertraue.

Du gehst diesen Weg – aber du musst ihn nicht allein gehen.
Ich bin an eurer Seite. Schritt für Schritt. Für ein Pferd, das wieder stabil, frei und voller Kraft laufen kann.


Fazit

Knieprobleme können Pferde aller Altersklassen betreffen. Während bei Jungpferden häufig das Wachstum die Ursache ist, entstehen Beschwerden bei älteren Pferden meist durch Abnutzung, Fehlbelastung oder muskuläre Schwächen. Wer die frühen Anzeichen erkennt, regelmäßige Hufpflege gewährleistet und für ausreichend, aber angepasstes Training sorgt, kann viel zur langfristigen Gesundheit des Kniegelenks beitragen.


Wann sollte der Tierarzt kommen?

Bei allen beschriebenen Symptomen gilt: Frühzeitig handeln!
Eine tierärztliche Untersuchung – idealerweise ergänzt durch eine fundierte Befundung durch einen Pferdephysiotherapeuten – hilft, die Ursache zu finden und einen passenden Trainings- und Behandlungsplan zu erstellen.


Wenn du spürst, dass dein Pferd mehr Balance, mehr Leichtigkeit und mehr Wohlbefinden verdient, bin ich gerne an deiner Seite. Schau dir direkt die Angebote unter diesem Beitrag an – dort findest du genau die Unterstützung, die euch beide wirklich weiterbringt.

Entdecke jetzt, wie ich dich und dein Pferd auf eurem Gesundheitsweg begleiten kann.

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Kennst du jemanden, dem dieses Thema am Herzen liegen könnte?
Dann teil den Beitrag gerne mit ihm – dein Tipp kann einem Pferd wirklich weiterhelfen.


BITA ALIBEK

Ich bin Pferdephysiotherapeutin durch die ATM - Akademie für Tiernaturheilkunde und für dich mobil unterwegs in Hamburg und Schleswig Holstein. 

Mit meinem Verständnis der Funktionsmechanismen aus der manuellen Therapie erstelle ich für dich und dein Pferd ein individuelles Trainings- und Therapie-Konzept.